Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Schreiben

Meine zweite Hypnosesitzung

Meine Erfahrungen mit Hypnose beim Abnehmen werden für mich immer greifbarer, auch wenn es diesmal ein bisschen gedauert hat. Denn zweimal musste mein Termin leider verschoben werden. Aber heute hatte ich endlich meine zweite Hypnosesitzung – und es war herrlich.

Diesmal fiel mir das Entspannen deutlich leichter, und ich hatte auch das Gefühl, noch tiefer hineinzukommen. Der Schwerpunkt lag heute auf Bewegung und Motivation, weil ich immer noch ab und zu mit meinem inneren Schweinehund kämpfen muss, wenn es darum geht, aufs Walking Pad zu gehen. Ich nutze es inzwischen zwar, aber eben noch nicht so, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe. Außerdem brauchte ich nochmal eine kleine Auffrischung zum Thema Essen aus Lust oder Langeweile. Bisher kam ich zwar immer gut dagegen an, aber natürlich hoffe ich, dass es irgendwann gar nicht mehr erst zu diesem gedanklichen Kampf kommt. Für zuhause habe ich diesmal zusätzlich eine Audiodatei bekommen, die mein Ego stärken soll. Ich freue mich schon darauf, sie am Samstagabend zum ersten Mal anzuhören. Sie soll den Spaß am Abnehmen und die Motivation noch weiter stärken. Ich werde dann berichten, was darin genau suggeriert wird. 

Ich muss wirklich sagen, dass ich sehr glücklich darüber bin, diesen Weg mit der Hypnose gegangen zu sein. Und ich werde auf jeden Fall auch noch ein drittes Mal hingehen. Klar, das kostet Geld. Aber ich habe das Gefühl, dass ich davon langfristig etwas habe. Und wenn ich sehe, dass manche für eine einzige Abnehmspritze schon mehr zahlen als ich für drei Sitzungen, bestärkt mich das zusätzlich in meiner Entscheidung. Vor allem, weil nach dem Absetzen oft der Heißhunger wieder zurückkommt. Damit habe ich zum Beispiel inzwischen überhaupt kein Problem mehr.

Übrigens habe ich mir schon überlegt, ob ich nach meinem Buch über meine Erfahrungen mit Depressionen und Burnout vielleicht auch ein Buch über meine Abnehmreise schreibe. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das dem einen oder anderen helfen würde – wieder ganz persönlich, ohne Ratgeberton und ohne dieses „du musst das so und so machen. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit.

Hast Du schon einmal Hypnose ausprobiert, und wie hat sich das für Dich angefühlt?


Sonja 26.03.2026, 20.07 | (0/0) Kommentare | PL

Warum ich biografisches Schreiben lernen möchte

Biografisches Schreiben zu lernen, ist für mich ein wichtiger nächster Schritt auf dem Weg mit meinem Buch. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich diesen Schritt gehen soll. Nicht, weil mir mein Buchprojekt nicht wichtig ist. Sondern, weil es sich ungewohnt anfühlt, um Unterstützung zu bitten.

Wie Du weißt, schreibe ich gerade an einem sehr persönlichen Buch über meine Erfahrungen mit Depressionen und Burnout und meinen Weg zurück ins Leben. Das Schreiben hilft mir, Dinge zu verstehen und einzuordnen. Und gleichzeitig merke ich, dass daraus etwas entstehen könnte, das vielleicht auch anderen hilft, sich ein Stück besser verstanden zu fühlen.

Ich habe jedoch gemerkt, dass mir für dieses Projekt an manchen Stellen noch etwas fehlt. Vor allem Struktur und ein klarer Umgang mit meinen eigenen Erinnerungen. Deshalb habe ich mich entschieden, einen Lehrgang für biografisches Schreiben ins Auge zu fassen. Dieser Lehrgang würde mir helfen, meine Geschichte so aufzuschreiben, wie ich es mir wünsche: ruhig, verständlich und stimmig. Im Moment kann ich die Kosten dafür nicht selbst tragen. Und genau deshalb habe ich mich entschieden, etwas zu tun, was mir nicht leicht fällt: Ich habe einen Spendenaufruf gestartet. Das ist kein Schritt, den ich leichtfertig gehe. Aber es ist einer, der sich für mich richtig anfühlt.

Wenn Du möchtest, kannst Du mich unterstützen. Das würde mich sehr freuen! Den Aufruf findest du hier:



Und unabhängig davon schreibe ich hier auf jeden Fall weiter. Schritt für Schritt. So, wie es für mich passt.


Sonja 22.03.2026, 21.03 | (0/0) Kommentare | PL

Mein zweites Kapitel

Mein zweites Kapitel ist fertig. Es geht um die Zeit meiner ersten Krankschreibung bis zur Vorstellung beim Medizinischen Dienst etwa sechs Wochen später.

Ich konnte mich beim Schreiben wieder gut in diese Zeit hineinversetzen und habe gemerkt, wie präsent die Gefühle von damals noch sind. Und dabei ist mir im Nachhinein etwas klar geworden: Dass meine Diagnose so nicht richtig war. Damals habe ich das einfach angenommen und den Ärzten vertraut. Heute sehe ich das anders, weil ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

Ob ich zu dieser Erkenntnis auch gekommen wäre, wenn ich nicht angefangen hätte, dieses Buch zu schreiben, weiß ich nicht. Aber je mehr ich schreibe, desto mehr merke ich, wie gut mir das tut.

Hast Du auch schon einmal im Nachhinein Dinge ganz anders gesehen als in dem Moment selbst?



Sonja 22.03.2026, 14.25 | (0/0) Kommentare | PL

Ich schreibe, um zu verstehen

Ich habe kürzlich ein Zitat gelesen, das mich sofort getroffen hat:

„Ich schreibe, weil ich nicht weiß, was ich denke, bis ich lese, was ich zu sagen habe.
Flannery OConnor

So ist es bei mir auch.

Ich setze mich nicht hin, weil ich schon weiß, was rauskommt. Da ist eher ein Gefühl oder ein Gedanke, der noch unsortiert ist. Und während ich schreibe, wird es klarer. Ich merke oft erst am Ende, worum es mir eigentlich ging.

Schreiben ist für mich kein Ergebnis. Es ist der Weg dahin. Und vielleicht schreibe ich genau deshalb mein Buch.

Kennst Du das auch, dass Dir beim Schreiben erst klar wird, was Du eigentlich denkst?


Sonja 21.03.2026, 14.47 | (0/0) Kommentare | PL

Mein erstes Kapitel

Ich habe mein erstes Kapitel fertiggeschrieben. Und ja, ich bin stolz darauf.

Es ist dieses Gefühl, etwas begonnen und tatsächlich zu Ende gebracht zu haben. Kein ganzes Buch, aber ein Kapitel. Und das ist mehr, als vorher da war.

Beim Schreiben dieses ersten Kapitels ist mir wieder vieles eingefallen. Kleine Situationen, Gedanken, einzelne Momente, an die ich mich gar nicht mehr bewusst erinnert habe. Dinge, die im Alltag irgendwann untergegangen sind, die ich vielleicht sogar verdrängt habe, die sich aber beim Schreiben fast von selbst wieder gezeigt haben.

Während des Schreibens konnte ich gut nachvollziehen, warum es mir damals so schlecht ging. Vieles ergab plötzlich Sinn. Zusammenhänge wurden greifbarer. Das Schreiben hat mir geholfen, mich an diese Zeit nicht nur zu erinnern, sondern sie besser zu verstehen – mit dem Abstand, den ich heute habe.

Und genau mit dieser Phase beschäftigt sich das erste Kapitel: dem Anfang, den ersten Veränderungen, dem schleichenden Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Es geht um äußere Umstände, innere Überforderung und das langsame Abrutschen, das ich damals selbst lange nicht richtig verstanden habe. Kein kompletter Überblick, sondern ein Einstieg. Ein Anfangspunkt.

Und in Kürze geht es dann weiter mit Kapitel 2.

Kennst Du auch dieses Gefühl, etwas endlich begonnen und auch wirklich zu Ende gebracht zu haben?



Sonja 02.02.2026, 18.12 | (0/0) Kommentare | PL

Wie ich mein Buch plane

Bevor ich mein Buch schreibe, merke ich, wie wichtig es ist, mein Buch zuerst zu planen.

Über die Jahre habe ich mir immer wieder Notizen gemacht – Gedanken, einzelne Beobachtungen, manchmal nur kurze Stichworte dazu, wie es mir in bestimmten Phasen gegangen ist. Trotzdem merke ich gerade, dass das für ein größeres Projekt so noch nicht ausreicht. Um mir einen besseren Überblick verschaffen zu können, möchte ich deshalb zuerst eine Timeline anlegen. Nicht, um alles chronologisch zu erzählen, sondern um wichtige Stationen festzuhalten und sicherzugehen, dass nichts Wesentliches verloren geht. Die Timeline ist somit kein Teil des Buches, sondern ein Arbeitsmittel. Sie soll mir helfen, später freier schreiben zu können. Für den Moment ist das der richtige nächste Schritt.

Gehst Du Dinge eher spontan an oder planst Du sie vorher genau durch?


Sonja 22.01.2026, 14.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Warum ich ein Buch schreibe

Warum ich ein Buch schreibe, hat viel mit meinen eigenen Erfahrungen zu tun.

Ich habe schon immer geschrieben, wenn es etwas zu verarbeiten gab. Teilweise ganz für mich, teilweise auch öffentlich – zum Beispiel in Blogs. Schreiben war für mich dabei nie Selbstdarstellung, sondern ein Weg, Dinge zu sortieren und Abstand zu gewinnen.

Durch einen Social-Media-Beitrag habe ich schließlich den Impuls bekommen, diese Erfahrungen nicht nur einzeln aufzuschreiben, sondern sie in einem größeren Zusammenhang zu betrachten – in Form eines Buches. Für mich selbst, aber auch für Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Es soll kein Ratgeber werden und keine Anleitung, sondern ein persönlicher Rückblick: meine Erfahrungen mit Depression, mein Weg durch diese Zeit und das, was mir geholfen hat, mit all dem zu leben. Stabil, aber realistisch. Wohin das führt, weiß ich noch nicht. Aber das Schreiben hat begonnen.

Hast Du auch schon mal darüber nachgedacht, Deine eigenen Gedanken oder Erfahrungen aufzuschreiben?

Sonja 13.01.2026, 16.38 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL